Restrukturierung / Turnaround
restrukturierung

 

Conalliance begleitet Banken, Investoren und Gesellschafter bei der finanziellen, operativen und strategischen Restrukturierung.

Hierbei analysieren unsere Sanierungs- und Restrukturierungsberater Geschäftspläne, erstellen Sanierungsgutachten, entwickeln umfassende Restrukturierungskonzepte und setzen diese um. Dies bedeutet im Einzelnen:

 

Going-concern bzw. Sanierungsgutachten

Zur adäquaten Beurteilung des Risikos sind Unternehmen und Kapitalgeber auf eine umfassende Statusanalyse angewiesen, um Klarheit über die aktuelle Unternehmenssituation zu gewinnen.

Wir prüfen die Einschätzung des Managements hinsichtlich des "going concern" und erstellen auf Wunsch ein entsprechendes Gutachten über die Fortführungs- und Sanierungsfähigkeit des Unternehmens und seine insolvenzrechtlichen Pflichten.

Ein Sanierungsgutachten gibt der Geschäftsführung nicht nur Rechtssicherheit, sondern es ist auch für die Verhandlung mit Kreditgebern (Banken, Investoren, Warenkreditversicherer, sonstige Gläubiger) von entscheidender Bedeutung.

Das Gutachten stellt das Unternehmen ganzheitlich und objektiv dar und bewertet die Fortführungs- und Sanierungsfähigkeit. Hierbei sehen wir insbesondere auch den Business Plan und die Planungsrechnungen des Managements als neutrale Dritte ein und führen unabhängige Plausibilitätsprüfungen durch. Die Angemessenheit und die Erfolgsaussichten von vorliegenden Sanierungskonzepten sind dabei ebenso zu prüfen wie die gegenwärtige und zukünftige Zahlungsfähigkeit sowie Überschuldung des Unternehmens.

Auf Basis dieser umfassenden neutralen Expertise kann Vertrauen in das Unternehmen erhalten oder wiederhergestellt werden.

Nicht nur bei Vorliegen eines negativen Eigenkapitals ist zur Vermeidung der insolvenzrechtlichen Überschuldung, mit den möglichen Haftungsfolgen, die Erstellung einer Fortbestehens- oder Sanierungsfähigkeitsprognose (Gutachten) anzuraten.

Als unabhängiger und sachverständiger Berater erstellt das Conalliance-Team Analysen zu Business Reviews, Going-concern oder Sanierungsgutachten und Überschuldungsprüfungen.

Der Report weist auf wesentliche Potenziale und Risikofaktoren für sämtliche Beteiligten hin und schafft so die notwendige Transparenz für den weiteren Entscheidungsprozess, der zu einer ganzheitlichen und gemeinschaftlichen Sanierung des Unternehmens notwendig ist.


Strategische Restrukturierung

Schnelle und zuverlässige Informationen über den strategischen Status-Quo des Krisenunternehmens erweisen sich für Management und Kapitalgeber gleichermaßen als unerlässlich. Die konzeptionelle Tragfähigkeit der bisherigen Unternehmensstrategie gilt es kritisch zu hinterfragen und auf Realisierbarkeit zu überprüfen. Auswirkungen von Situation und Tendenzen von Markt und Wettbewerb sind ebenso zu berücksichtigen wie die Beurteilung aktueller sowie zukünftiger Stärken und Schwächen der Unternehmensbereiche. Gemeinsam mit ihren Mandanten entwickeln unsere Conalliance-Berater Strategien zur Wiederherstellung einer nachhaltigen Wettbewerbsfähigkeit und langfristigen Überlebensfähigkeit.

 

Finanzwirtschaftliche Restrukturierung

Verfehlte finanzielle Zielvorgaben und gesellschaftsstrukturelle Veränderungsprozesse ziehen Anpassungen in der Unternehmens- und Finanzplanung nach sich. Im Zuge der Planung ist Transparenz über die zukünftige Unternehmensentwicklung herzustellen. Unsere Conalliance-Spezialisten klären im Vorfeld sowohl Plausibilität als auch Validität von Planungsannahmen, Zahlen und Umsetzungsmaßnahmen. Die vollständige Integration des Unternehmenskonzepts in die Planungsrechnung bildet ein tragendes Element und erfordert sowohl eine flexible Planung als auch eine kontinuierliche Weiterentwicklung des bestehenden Planungssystems.

Konzept sowie Planung bilden das Grundgerüst der Rekapitalisierung und demnach der weiteren Basis einer erfolgreichen Restrukturierung. Conalliance begleitet seine Mandanten im Spannungsfeld von Refinanzierungsverhandlungen. Hierbei gilt es schlüssige Finanzierungskonzepte zur Überbrückung von Ertrags- und Liquiditätskrisen zu entwickeln und gegenüber Kreditgebern so konkret abzubilden, dass Risiken offengelegt und minimiert werden können. Fremdkapitalkosten sinken und Planungssicherheit erhöht sich.

 

Leistungswirtschaftliche Restrukturierung

Operative Problemlösungen stehen im Vordergrund. Im Fokus befinden sich die Verbesserung der Ertragslage sowie die kurzfristige Sicherung der Überlebensfähigkeit des Krisenunternehmens. Zusätzlich zu einem konsequenten Investitionscontrolling wird auf eine aktive Durchführung von Cash- und Working-Capital-Management Wert gelegt. Hierzu gehören zum einen die Aufdeckung und Realisierung von kurzfristigen Liquiditätsreserven sowie die Erstellung von Liquiditätsrechnungen. Zum anderen besteht ein Schwerpunkt auf der Optimierung von Working Capital als häufig wesentlichem Teil der Bilanzsumme. Sowohl bei der effizienten Gestaltung von Lagerbeständen als auch bei Verhandlungen mit Debitoren und Kreditoren über angepasste Liefer-, Zahlungs- und Kreditkonditionen bringt sich Conalliance für seine Mandanten aktiv ein. Die konsequente Maßnahmensteuerung und Umsetzungsüberwachung basiert auf der Erarbeitung adäquater Berichts- und Kontrollinstrumente. Kurzfristige Kosteneinsparungsmaßnahmen sind nicht ausschließlich auf den Material- und Personalkostenbereich begrenzt. Vielmehr zieht der Conalliance-Beratungsansatz die gleichzeitige Hinterfragung und Nutzung vorhandener Steigerungspotenziale der Vertriebsleistung in Betracht.

 

Turnaround Management

Fokussiert wird eine befristete aktive Überwachung bei der unternehmenseigenen Umsetzung der Restrukturierungsmaßnahmen. Dies kann für unsere erfahrenen Conalliance-Professionals die Einbindung in Lenkungsgremien oder im Aufsichtsrat bedeuten. Darüber hinaus können die krisenbedingten Rahmenbedinungen aber auch eine intensivere Rolle erfordern und die kurzfristige Erweiterung der Mandanten-Geschäftsführung durch einen Conalliance-CRO (Chief Restructuring Officer) bewirken. Gemeinsam mit ihren Mandanten übernimmt Conalliance die Verantwortung für eine zügige Umsetzung der Restrukturierung, bis die Ziele des erfolgreichen Turnarounds erreicht sind.

 

Markt

In Deutschland steigt ebenso wie in gesamten Europa die Zahl der Insolvenzen. Unternehmen mit niedrigen Ertragsmargen und geringer Eigenkapitalquote trifft die aktuelle Konjunkturkrise besonders hart. Aufgrund der gleichzeitigen Kreditkrise bestehen im Falle kurz- oder mittelfristig auslaufender Darlehen zusätzliche Schwierigkeiten bei der Finanzierung. Die Probleme großer Konzerne übertragen sich im Rahmen ihrer Auftraggeberfunktion direkt auf den Mittelstand. Der in zahlreichen Branchen starke Nachfrageeinbruch in Kombination mit erhöhtem Wettbewerbs- und Margendruck wirkt für Unternehmen mit erhöhtem Fremdfinanzierungsanteil besonders belastend. Anschlussfinanzierungen erweisen sich aktuell als schwierig und teuer. Zudem halten sich derzeit nicht nur Banken sondern auch Beteiligungsfonds und andere Finanzinvestoren mit Engagements zurück.

Für viele Unternehmen besteht deshalb eine hohe Notwendigkeit zur Restrukturierung. Dabei sind neben einer offenen Analyse klare Entscheidungen und schnelles Handeln gefragt. Die ausschließliche Ausrichtung auf Kapazitätsabbau, Personalentlassungen und andere Sparmaßnahmen greift zu kurz. Auch Sparen kostet im ersten Schritt Geld. Kosten lassen sich kurzfristig allerdings gar nicht so schnell senken wie auf der Einnahmeseite der Nachfrageeinbruch durchschlägt. Der Umsatzrückgang belastet die Zahlungsfähigkeit. Entsprechend der aktuellen Komplexität reichen heute kleinere begrenzte Restrukturierungsmaßnahmen in vielen Fällen nicht mehr aus. Zusätzlich zu Einsparungen ist die Optimierung des Umlaufvermögens in den Maßnahmenkatalog mit einzubeziehen. Die Straffung der Produktlinien sowie die Verbesserung des Forderungsmanagements bilden wichtige Grundlagen einer erfolgreichen Restrukturierung.

Zur Stabilisierung und Gesundung eines Unternehmens kann demnach ein ganzes Bündel an möglichen Maßnahmen beitragen – auch mit Hilfe spezialisierter Berater und Manager von außen. Sanierungs- und Restrukturierungs-Professionals müssen allerdings mehr denn je von der operativen Umsetzung bis hin zu Finanzinstrumenten die gesamte Klaviatur beherrschen.

 

Typischer Krisenverlauf

Mögliche Ursachen für Unternehmenskrisen lassen sich im strategischen wie operativen Bereich gleichermaßen feststellen: Falsche Produktpolititk, schwacher Vertrieb, hohe Kosten, vernachlässigte oder fehlerhafte Investitionen, hohe Abhängigkeiten zu Lieferanten und Kunden, strategisch und preislich falsche Unternehmensakquisitionen. Hinzu kommt häufig ein mangelhaftes Controlling, so dass unternehmerische Schwächen und Fehlentwicklungen nicht rechtzeitig sichtbar gemacht werden. Darüber hinaus kann eine nicht vorhandene oder schwache Finanz- sowie Liquiditätsplanung sogar an sich gesunde Unternehmen in Schwierigkeiten bringen.

Unternehmenskrisen verlaufen in unterschiedlichen Phasen: Zu Beginn steht die strategische Krise, welche sich dann in Form einer Erfolgs- und anschließenden Liquiditätskrise ausweitet. Die zum Schluss eintretende Insolvenz bedeutet bei phasenweise ansteigender Eintrittswahrscheinlichkeit demnach die sachlogische Konsequenz aus dem Verlauf dieser drei Krisenszenarien.

Ein sich zu Beginn einstellender Verlust an Marktanteilen führt schnell zu einer sinkenden operativen Leistungserbringung. Eine falsche oder nicht marktentsprechende Unternehmensstrategie zieht zugleich Fehlinvestitionen mit negativem Kapitalwert und einem sinkenden Unternehmenswert nach sich. Die eintretende Erfolgskrise äußert sich anhand der rückläufigen Ertragsentwicklung bis hin zu auszuweisenden Jahresfehlbeträgen und einer negativen Kapitalrentabilität. Als Folge entwickeln sich ebenso die Cash-flows negativ und bewirken eine steigende Notwendigkeit zur Fremdfinanzierung und Generierung zusätzlicher Fremdkapitalkosten. Ohne effiziente Gegenmaßnahmen führt die Liquiditätskrise unweigerlich zu Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung.