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BRANCHEN

 

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Conalliance hat sich bei der Beratung von Unternehmen und bei der Begleitung von M&A Transaktionen im Gesundheitswesen (Healthcare) auf bestimmte Branchen fokussiert: Pharma und Biotechnologie, Medizintechnik und Medizinprodukte, sowie Krankenhäuser.

Im gesamten Gesundheitswesen verfügen wir über detaillierte Kenntnisse und langjährige Erfahrungen der Organisation und der Arbeitsabläufe in den einzelnen Unternehmen. Hinzu kommen die Erfahrungen in der Durchführung von Beratungsprojekten und Transaktionen unter den besonderen Bedingungen privater und öffentlicher Auftraggeber. Dies ermöglicht uns eine zielgerechte und äußert effektive Durchführung der Mandate, ohne Anlaufverluste.

Aufgrund des umfangreichen theoretischen Wissens und praktischen Erfahrungen in diesen Branchen decken wir alle Gebiete von Fusionen & Akquisitionen (M&A) ab und bieten Mangement-Consulting in speziellen Segmenten des Healthcare an.

 

 

WEITERFÜHRENDE ARTIKEL

 

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Conalliance Trendreport "M&A Healthcare 2010"

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space 1. Relevante Branchen

M&A Healthcare fokussiert sich international insbesondere auf die Branchen Pharma (Pharmaceutical), Biotech (Biotechnology), Medizintechnik (Medical Devices) und Medical Services. In Deutschland übernimmt auch der Bereich Krankenhaus (Hospital / Clinical Services) einen wesentlichen Anteil am M&A Healthcare.

M&A Healthcare ist dabei insbesondere in die Produktbereiche Antibiotika (Anti-infectives), Blutsubstitute, Krebstherapie, kardiovaskuläre Medikamente, Kontrastmittel, dermatologische Medikamente, Verpackungssysteme, Generika, Naturheilverfahren, OTC-Produkte, Proteine, Impfstoffe, Tierheilmittel und Wundversorgung involviert.

Für M&A Healthcare spielen biochemische Produkte und Instrumente, Humandiagnose sowie Humantherapie eine zentrale Rolle.

Im Bereich der Medizintechnik bestehen bei Anästhesieprodukten, Analyseinstrumenten, Biomaterial, OB-GYN-Produkten, Kardiovaskuläre Gerätschaften, Kathetern, Dentalprodukten, bildgebender Diagnostik, medizinischen Verabreichungsformen, In-vitro Diagnosen, Endoskopieprodukten, Instrumenten der minimalinvasiven Chirurgie, Geräten der Augenoptik, Verpackungssystemen und Verpackungsmaterial, Beatmungsgeräten, ärztlichen Instrumenten, Verbandmitteln und Nahtmaterial Berührungspunkte mit M&A Healthcare.

M&A Healthcare zielt dabei insbesondere auf die Segmente Krankenhausfinanzierung, -IT, -einkauf, -kostenoptimierung ab. Zusätzlich stehen Pflegedienste, Forschungsinstitute und -laboratorien, Managed Care, Sanatorien und Kureinrichtungen im Fokus.

 

2. Markttrends in M&A Healthcare und Healthcare-Transaction Services

Aktuelle Trends im Bereich M&A Healthcare und Healthcare-Transaktionen beruhen im Wesentlichen auf folgenden Einflussfaktoren:

  • Die letztjährige volkswirtschaftliche Rezession als Folge der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise zwingt potentielle Unternehmenskäufer zur Fokussierung auf ihre Kernkompetenzen und bremst die Transaktionsaktivität im M&A Healthcare.
  • Potenzielle Targets haben an Unternehmenswert eingebüßt, so dass sich ursprünglich für 2010 geplante Trade Sale-Exits im M&A Healthcare zeitlich verschoben haben. Trotzdem sind vereinzelt auch Unternehmenskäufer im M&A Healthcare aktiv, welche die aktuellen Herausforderungen im Gesundheitsmarkt als Akquisitionschance begreifen.
  • Aufgrund der international angespannten Lage bei den kreditgebenden Banken lassen sich Unternehmensakquisitionen auch im Segment M&A Healthcare mit einem eingeschränkten Leverage fremdfinanzieren. Das gilt sowohl für spekulative Deals als auch für Transaktionen von großen und kleinen Healthcare-Unternehmen.
  • In Deutschland schaffen die unklare Situation bei der Einführung des Gesundheitsfonds, die finanziell belasteten Krankenkassen, die eingeschränkt verfügbare Investitionsmittel für Krankenhäuser und der hohe politische sowie arbeitsrechtliche Druck bei Krankenhaustransaktionen Unsicherheit und verlangsamen die Umsetzbarkeit von Deals im M&A Healthcare.
  • Krankenhäuser stehen entsprechend ihrer hohen Kapitalkosten auch weiterhin unter Druck. Die Verpflichtung zu gesteigerter Produktivität bei gleichzeitig notwendigen Zusatzinvestitionen in den technologischen Fortschritt zwingt die Krankenhäuser im M&A Healthcare auch zukünftig zu einer verstärkten Kooperations- und Verkaufsorientierung.
  • Die Gesundheitsreform bewirkte bei allen Teilnehmern am Gesundheitsmarkt eine erhöhte Fokussierung auf Effizienz. Als Folge wird die evidenzbasierte medizinische Behandlung auch weiterhin einen hohen Stellenwert einnehmen und die medizinischen Produkte mit einem optimalen Preis-Leistungsverhältnis herausstellen. Medizin im Hochpreissegment muss zusätzlich zur Erfüllung hoher Qualitätserwartungen auch den bestehenden Ansprüchen zur Einsparung von direkten und indirekten Kosten (.z.B. Laborkosten, Reduzierung von Verweildauer und Auslastungserhöhung im Krankenhaus) genüge leisten.
  • Die kundenorientierte Anpassung medizinischer Produkte an die bestehende Nachfrage einer alternden Bevölkerung und ihrer aktiven, Lifestyle- und technologieorientierten Bedürfnisstruktur bildet eine wesentliche Grundlage für die strategische Ausrichtung von M&A Healthcare.
  • M&A Healthcare wird derzeit generell mit einer Konsolidierungswelle von Unternehmen im Gesundheitswesen konfrontiert, nachdem die Einführung sowie Differenzierung medizinischer Produkte am Markt bei gleichzeitig steigender Wettbewerbsintensität immer kostenintensiver wird.

 

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Die bisherigen Top-Deals 2010: M&A Healthcare (I. Halbjahr)

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International

 

International wurde eine erhöhte Anzahl an Deals im M&A Healthcare durchgeführt. Allerdings waren Transaktionen im hohen Volumenbereich vergleichsweise gering. Gemessen an den letzten Jahren wurden – auf Quartalsbasis – nur wenige Transaktionen mit einem Deal-Volumen über $ 100 Mio. realisiert. Die höhere Zahl an kleinen bis mittleren Deal-Volumina ist allerdings vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise als normale Entwicklung zu interpretieren, nachdem das aktuell spürbare Wirtschaftswachstum nach der harten Rezessionsphase erst langsam wieder einsetzt.

Die aktuelle Phase kann auch im M&A Healthcare als Übergangsphase verstanden werden. Ein Großteil potenzieller Unternehmenskäufer wartet noch eine Stabilisierung der Ergebnisentwicklung ab und die Unternehmen, welche sich bereits wieder als Käufer im M&A Healthcare engagieren, interessieren sich vorwiegend für anspruchsvolle Transaktionen mit hoher Planungstransparenz in Ertrag und Cash-flow.

Die Jahresübersicht zu den international größten Unternehmenstransaktionen im M&A Healthcare zeigt für Q1 2010 folgendes Bild:

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Deutschsprachiger Raum

 

Im deutschsprachigen M&A Healthcare waren für Q1 2010 folgende Deals maßgeblich:

 

Biotech

Boehringer Ingelheim GmbH akquiriert den japanischen Hersteller von OTC-Präparaten, SSP Co. Ltd, und baut seine Expansion im japanischen Consumer Health-Markt weiter aus. Mit einem Transaktionspreis von $ 913 Mio.hält Boehringer zukünftig 60% an SSP und generiert in Japan anhand des Absatzes von Eve und Detofiber einen Umsatzanteil von 80%. Zudem erhält Boehringer den Zugang zu SSP-Produktionstechnologien, welche die Herstellung von OTC-Produkten durch hausintern verfügbare pharmazeutische Wirkstoffe ermöglicht

Der Anbieter biopharmazeutischer Therapieprodukte Cambrex Corporation erwirbt mit IEP GmbH einen deutschen Entwickler von Prozessleistungen im Bereich Biokatalysatoren. Cambrex liefert Produkte zur beschleunigten Entwicklung und Vermarktbarkeit molekularer pharmazeutischer Wirkstoffe, Zwischenprodukte und sonstiger Generika-Präparate. Mit der IEP-Akquisition kann Cambrex seinen Geschäftsbereich strategisch erweitern. Das Deal-Volumen wurde nicht veröffentlich.

Der deutsche Pharma- und Chemiekonzern Merck KGaA kauft mit Milipore Corporation eine markführende Gesellschaft im Bereich biowissenschaftlicher Produkte und Dienstleistungen. Merck erweitert seinen neu aufgebauten Labor- und Industrieprodukte-geschäftsbereich. Dadurch ergibt sich ein Jahresumsatzvolumen von ca. $ 2,9 Mrd. Mercks Pharma- und Consumer Health-Geschäft erzielt ca. 75% des Konzernumsatzes. Der international in Q1 2010 größte Deal wirkt sich auch auf die Chemiesparte aus, wo er zu einem Anstieg des Jahresumsatzes um 35% auf ca. $ 12 Mrd. beiträgt. Innerhalb der nächsten 3 Jahre rechnet Merck zudem mit möglichen Kosteneinsparungen von ca. $ 100 Mio. Das Dealvolumen bei Milipore Corporation betrug $ 7,2 Mrd. bei $ 1,7 Mrd. Jahresumsatz. Der ebenso engagierte Kaufkonkurrent Thermo Fisher konnte dadurch überboten werden.

Der in Israel ansässige weltweit führende Generikahersteller Teva Pharmaceutical Industries Ltd. übernahm mit ratiopharm GmbH den in Deutschland zweitgrößten und weltweit sechstgrößten Produzenten generischer Arzneien. Mit einem Transaktionspreis von $ 4,97 Mrd. bei $ 2,17 Mrd. Jahresumsatz hat sich Teva gegen Pfizer als Bieterkonkurrent durchgesetzt und baut damit seine führende Marktposition in Europa weiter aus. Pro forma steigt der Jahresumsatz des Europageschäfts von ca. $ 3,3 Mrd. auf ca. $ 5,2 Mrd. Das ratiopharm-Produktportfolio besteht aus 500 Molekülen in 10.000 verschiedenen Verabreichungsformen und deckt damit sämtliche Therapiebereiche ab, die in insgesamt 26 Ländern vermarktet werden. Teva beschäftigt nach dem Unternehmenskauf weltweit 40.000 Mitarbeiter, davon 18.000 in Europa. Pro-Forma erweitert sich der gesamte Jahresumsatz auf ein Volumen von ca. $ 16,2 Mrd.

 

Pharma / Diagnostics

Der niederländische Anbieter von Diagnostiktechnologie Qiagen N.V. (Jahresumsatz $ 930 Mio.) kauft den deutschen Hersteller von optischen Messgeräten ESE GmbH. Mit der Transaktion im Wert von $ 19 Mio. wird das Qiagen-Produktportfolio der Detektionstechnik im Bereich molekularer Notfall-Tests gestärkt. Das kostenminimierte, tragbare und schnelle ESE-System deckt auf Grundlage fluoreszierender Signale Infektionen mit Salmonellen und E.coli-Baktieren auf.

 

Medizintechnik

Als Hersteller sowohl von neurologischen und psychologischen Medikamenten als auch von OTC-Hautpflegeprodukten erwirbt die deutsche Merz Pharma Group (Jahresumsatz $ 830 Mio.) die amerikanische BioForm Medical Inc. zu einem Transaktionspreis von $ 253 Mio. bei einem Jahresumsatz von $ 69 Mio. BioForm Medical ist europäischer und amerikanischer Marktführer im Bereich Hautfüllstoffe. Merz erweitert sein kosmetisches Produktangebot und erhöht zugleich seine Marktpräsenz in Europa sowie USA.

Die Sparte Dialyse-Services des schwedischen Gambro AB Medizintechnikkonzerns akquiriert die Schweizer CHF Solutions Inc. als Gerätehersteller zur Behandlung von körperlicher Überwässerung. Die CHF-Technologie passt zum Gambro-Produktangebot, das sich auf die Behandlung von Nierendefekten / -insuffizienz bzw. Nierentransplantationstherapie (inkl. Hämofiltration und Dialyse) spezialisiert hat.

Der Konzern Medtronic Inc. (Jahresumsatz $ 15 Mrd.) als einer der weltweit führenden Gerätehersteller in den Bereichen Herzchirurgie und Gefäßinterventionen übernimmt den Hersteller von interventionalen Koronar- und Peripheralprodukten Invatec S.P.A. mit Niederlassungen in Italien und der Schweiz. Das Deal-Volumen beträgt insgesamt $ 500 Mio. Mit Stents, angioplastischen Ballons und weiteren medizinischen Hilfsmitteln von Invatec erweitert Medtronic seinen Geschäftsbereich. Der Markt peripherer Gefäßerkrankungen (ca. 20 Mio. Patienten in USA und Europa) mit einem jährlichen Volumen von ca. $ 2 Mrd. bzw. einem Wachstum von weniger als 10% p.a. wird als unterversorgt beurteilt.

Der Schweizer Hörgerätehersteller Sonova Holding AG kauft den Produzenten von Hörlösungen InSound Medical Inc. Sonova rechnet mit einem erweiterten Zugang zu Patienten mit mittleren Hörstörungen (ca. 36 Mio. Betroffene), die aus ästhetischen Gründen auf unterstützende Hörgeräte / -lösungen verzichten. Das InSound-Hörsystem erweist sich als nahezu unsichtbar, nachdem es tief in den menschlichen Gehörkanal eingesetzt werden kann und vom Patienten kaum wahrgenommen wird. Der Transaktionspreis liegt bei ca. $ 80 Mio.